Die andere Seite des Schreibtischs

Politisches Verständnis, Schnelligkeit, Sicherheit, Improvisation und Koordination, das sind die Fähigkeiten, die ein guter Presseamtsmitarbeiter besitzt, so sagt zumindest Hans Völkel, der Presseamtsleiter der brandenburgischen Staatskanzlei.

Als solcher bereiten er und seine Mitarbeiter Pressemitteilungen vor, organisieren Pressekonferenzen, informieren den Ministerpräsidenten über die neueste Berichterstattung und übernehmen Gespräche mit den Journalisten. Und gerade in der Begegnung zwischen Regierungs- und Mediengewalt liegt die Hauptaufgabe des Presseamtes, nämlich die Informierung der Medien. Wobei auch dies Konfliktpotenzial berge, wenn Nachrichten nicht korrekt wiedergegeben werden, erklärt Presseamtsreferent Günter Brüggemann.

Hans Voelkel (l.) und Günter Brüggemann (r.)

Hans Voelkel (l.) und Günter Brüggemann (r.)

„Man kann nur gute Pressearbeit für die Landesregierung machen, wenn man die Spielregeln des Journalismus versteht und beherrscht“, sagt Voelkel. Dies lässt sich schon allein daran erkennen, dass ein Großteil seiner Mitarbeiter ehemalige Journalisten sind, die dann irgendwann „die Seiten des Schreibtischs wechselten“. Voelkel selbst ebenso: Nachdem er über 20 Jahre als Journalist tätig war, heuerte in der Staatskanzlei an. Für solch einen Wechsel gäbe es verschiedene Gründe, weiß Voelkel. Er selbst wollte nach 20 Jahren etwas Neues erleben und trotzdem noch auf seine erworbenen Fähigkeiten zurückgreifen.

Max Fuhrmann.

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